Der Sport ist ein wesentlicher Faktor in unserer europäischen Gesellschaft. Er ist und bleibt ein unverzichtbarer Baustein in Erziehung und Integration, dient der medizinischen Prävention, vermittelt körperliches Wohlgefühl, Spaß und sorgt nicht zuletzt für den Aufbau positiver Werte.
So liest sich auf der ASVÖ-Website das Leitbild des Verbandes Allgemeiner Sportverband Österreichs, Landesverband Vorarlberg (ASVÖ Vorarlberg). Dessen Präsident Josef Lampert reagiert mit folgendem Kommentar auf mögliche Kürzungen seitens der öffentlichen Hand in Österreich.
Sparmaßnahmen im Sport: Die falsche Entscheidung für die Zukunft
Die geplanten Kürzungen im Sportbereich sind nicht nur ein Schlag gegen die Vereine, sondern auch gegen unsere Gesellschaft. Als Präsident des ASVÖ Vorarlberg kann ich nicht tatenlos zusehen, wie der Sport wieder einmal als Sparziel auserkoren wird. Es ist ein Fehler, der weitreichende Folgen haben wird.
Der Sport ist kein Luxus, den wir uns leisten können, er ist eine unverzichtbare Säule unserer Gesellschaft. Wenn wir an den Sport sparen, sparen wir an der Zukunft – an der Gesundheit unserer Bürger, an der sozialen Integration und am gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sportliche Betätigung ist ein grundlegendes Element, das Menschen jeden Alters verbindet, stärkt und motiviert.
Gerade in Vorarlberg, wo rund 1.000 Vereine aktiv sind, sind die Folgen der geplanten Kürzungen spürbar. Die vielen Ehrenamtlichen, die Tag für Tag ihre Zeit und Energie in den Sportverein stecken, leisten weit mehr als nur Freizeitgestaltung – sie schaffen Werte, die nicht in Zahlen gemessen werden können. Wenn diese Strukturen durch finanzielle Engpässe gefährdet werden, verlieren wir mehr als nur den Spaß am Sport. Wir verlieren ein Stück gesellschaftliche Verantwortung und Integration.
Die Fakten zeigen die Bedeutung des Sports in Österreich eindeutig: Er trägt jährlich 24,1 Milliarden Euro zur Wirtschaft bei und sichert mehr als 350.000 Arbeitsplätze. Gleichzeitig mindert er die Kosten im Gesundheitswesen durch präventive Maßnahmen und reduziert die Ausgaben für soziale Programme. Wer in diesem Bereich spart, ignoriert die langfristigen Vorteile, die uns der Sport bietet.
Die Entscheidung, den Sport zu kürzen, ist kurzsichtig. Wenn wir tatsächlich nachhaltig sparen wollen, dann müssen wir in den Sport investieren. Jeder Euro, der heute in Bewegungsangebote und präventive Gesundheitsmaßnahmen fließt, zahlt sich später in Form von weniger Krankheitskosten und einer fitteren, sozialeren Gesellschaft zurück.
Ich appelliere daher an die Bundesregierung, ihre Verantwortung ernst zu nehmen. Es ist Zeit, den Worten im Regierungsprogramm Taten folgen zu lassen und den Wert des Sports nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zu anerkennen.
Für uns in Vorarlberg bedeutet das: Wir stehen geschlossen für unsere Sportvereine und Ehrenamtlichen. Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, die nicht auf Kosten der Zukunft spart, sondern aktiv in eine gesunde, solidarische Zukunft investiert.
Josef Lampert
Präsident des ASVÖ Vorarlberg
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